Ein Dachträger ohne Dachreling und ohne feste Verschraubung?
Genau das ist der Grundgedanke eines Vakuum-Trägersystems.
Mehrere Saugeinheiten erzeugen einen Unterdruck und verbinden den Träger mit geeigneten Flächen des Fahrzeugs.
Dadurch wird eine flexible Dachträgerlösung möglich, obwohl keine klassische Reling vorhanden ist.
Gerade auf Supersportwagen kann das interessant sein.
Denn dort möchten viele Besitzer zusätzlichen Stauraum nur dann am Fahrzeug haben, wenn sie ihn tatsächlich brauchen.
Wie funktioniert ein Vakuum-Dachträger?
Die Saugeinheiten werden auf sauberen und geeigneten Oberflächen positioniert.
Anschließend wird über die integrierte Pumpe Luft aus dem System entfernt.
Der entstehende Unterdruck sorgt für die Haltekraft.
Je nach System lässt sich der Vakuumzustand kontrollieren und bei Bedarf nachpumpen.
Entscheidend ist dabei immer die bestimmungsgemäße Nutzung des jeweiligen Trägersystems.
Vakuum ist keine improvisierte Saugnapflösung, sondern ein technisches Trägerprinzip mit klaren Vorgaben.
Warum passt das Prinzip gut zu Supersportwagen?
Viele Sportwagen besitzen keine Dachreling und keine leicht zugänglichen Standard-Aufnahmepunkte.
Gleichzeitig möchten Besitzer das Auto nicht dauerhaft mit einem sichtbaren Basisträger verändern.
Ein Vakuumsystem löst genau diesen Zielkonflikt.
Für den Roadtrip wird es montiert.
Am Ziel kann es wieder entfernt werden.
Beim McLaren Artura haben wir diese Nutzung bereits praktisch umgesetzt.
Die zusätzliche Funktion verschwindet wieder, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.
Wie schnell lässt sich ein Vakuum-Träger montieren?
Der konkrete Zeitaufwand hängt vom Fahrzeug, der Positionierung und dem verwendeten System ab.
Grundsätzlich ist die Montage jedoch auf Flexibilität ausgelegt.
Wichtig ist, nicht einfach möglichst schnell zu arbeiten.
Die Kontaktflächen müssen sauber sein.
Die Position muss stimmen.
Und der Vakuumzustand muss kontrolliert werden.
Routine macht die Montage schnell – Sorgfalt macht sie richtig.
Kann ein Vakuum-Träger auf jedem Auto verwendet werden?
Nein.
Genau deshalb prüfen wir jedes Fahrzeug individuell.
Dachgeometrie, Material, Glasflächen, Lackzustand und Herstellerangaben können beeinflussen, ob und wo ein Vakuumsystem eingesetzt werden kann.
Bei manchen Fahrzeugen ist eine mechanische Speziallösung besser.
Der Porsche 992 GT3 RS und der Lamborghini Huracán STO sind Beispiele dafür, dass wir eigene Basisträger entwickelt haben.
Vakuum ist eine Lösung – nicht die Lösung für jedes Fahrzeug.
Was muss vor jeder Montage geprüft werden?
Die Oberfläche muss sauber und unbeschädigt sein.
Außerdem müssen die Saugeinheiten selbst geprüft werden.
Dichtflächen, Pumpen und mechanische Komponenten dürfen keine Schäden aufweisen.
Nach der Montage muss der Zustand des Systems entsprechend den Vorgaben des Herstellers kontrolliert werden.
Auch während längerer Reisen gehören regelmäßige Kontrollen dazu.
Ein Vakuumträger ist flexibel – aber nicht wartungsfrei.
Vakuum-Träger und ASPHALTKIND Performance Dachbox
Wir betrachten Dachbox und Träger nicht als zwei völlig getrennte Produkte.
Abmessungen, Last, Positionierung und Verbindung müssen zusammenpassen.
Gerade auf einem Supersportwagen spielt außerdem die optische Position eine große Rolle.
Eine Dachbox kann technisch montiert sein und trotzdem falsch aussehen.
Deshalb suchen wir die Position, in der Funktion und Fahrzeuglinie möglichst gut zusammenkommen.
Engineering und Design müssen dasselbe Problem lösen.
Häufige Fragen zu Vakuum-Dachträgern
Ist ein Vakuum-Dachträger dasselbe wie ein normaler Saugnapf?
Nein. Technische Vakuum-Trägersysteme arbeiten mit kontrolliert erzeugtem Unterdruck und sind für definierte Transportanwendungen entwickelt.
Kann man einen Vakuum-Dachträger wieder entfernen?
Ja. Die flexible Demontage ist einer der wichtigsten Vorteile.
Kann er auf Carbon oder Glas montiert werden?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Oberfläche, Aufbau, Geometrie und die Freigaben des konkreten Systems müssen geprüft werden.
Wie oft muss das Vakuum kontrolliert werden?
Die Prüfintervalle richten sich nach den Vorgaben des verwendeten Systems. Vor und während der Nutzung sollte der Zustand regelmäßig kontrolliert werden.
Flexibilität statt permanenter Dachträger
Genau deshalb nutzen wir Vakuum-Systeme so gern in der Supercar-Welt.
Die Funktion ist da, wenn sie gebraucht wird.
Und verschwindet wieder, wenn das Auto clean sein soll.
Travel Performance for Extraordinary Vehicles.